Die Lanschildkröte

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    • Die Lanschildkröte

      Lateinischer Name "Testudinidae". Es gibt rund 16 Gattungen mit 48 Arten, welche vorwiegende in Tropen und Subtropfen leben. Wenige Arten sind in Nord-, Mittel- und Südamerika zu finden. In Australien leben überhaupt keine Landschildkröten. Die Größte Landschildkröte aller Zeiten war die "Testudo atlas" mit 2,5 Meter Panzerlänge.
      Das charakteristische Klimamerkmal dieser Gebiete sind die extrem starken Temperaturschwankungen, wodurch die Landschuldkröten in diesen Gebieten zu einem besonderen Tagesablauf genötigt werden. Die Schildkröten müssen die ersten Sonnenstrahlen nutzen, und sich aufzuwärmen, sie müssen sich bereits nach wenigen Stunden einen Schattenplatz suchen, um die Zeit der Mittagshitze abzuwarten.
      Ihnen bleibt also nur eine begrenzte Zeit zur Nahrungssuche und Fortpflanzung. Meistens folge am Nachmittag nochmals eine zweite Aktivitätsphase, welche jedoch kürzer ist, die die Schildkröten bereits zu Sonnenuntergang wieder ihren Schlafplatz aufsuchen. Dort graben sie sich ein, um so die kalte Nacht zu verbringen. Dieser Schlafplatz kann über Wochen und Monaten immer der Selbe bleiben, die die Schildkröten recht standorttreu sind. Bevorzugt werden trockene, mit Sträuchern bewachsene Biotope.
      Griechische Landschildkröten sind sehr gesellig und sollten daher auch immer zu mehreren gehalten werden. Je nach Größe des Geheges oder Terrariums sollten es mindestens drei Tiere sein. Es solle am besten immer ein Männchen mit mehreren Weibchen zusammen gehalten werden, damit sich der aggressive Geschlechtstrieb des Männchens auf mehrere Weibchen verteilt.

      Aussehen
      Die kleinste Schildkrötenart ist die gesägte Flachschildkröte mit einer Panzerlänge von 7-9 Cm und die Ägyptische Landschildkröte mit 12 cm. Die größte Schildkröte mit 70-95 cm ist die Galapagos-Riesenschildkröte und die Seychellen-Riesenschildkröte. Die Landschildkröten besitzen meist einen hochgewölbten Panzer und bereite, säulenförmige Hinterbeine. Bei einigen bodengrabenden Schildkrötenarten sind die Vorderbeine abgeflacht und mit Hornschuppen bedeckt. Finger und Zehen haben bei allen Arten nicht mehr als zwei Phalangen und sind bis auf die Krallen verwachsen. Die meisten Arten weisen einen ausgeprägten Geschlechtsdimorphismus auf, wobei Männchen einen dickeren Schwanz und einen konkaven Bauchpanzer haben, der die Paarung erleichtert. Bei vielen weiblichen Schildkröten findet man dagegen einen V-förmigen Einschnitt im Plastron unterhalb des Schwanzes, der die Eiablage begünstigt.

      Haltung

      Grundsätzlich sollte berücksichtigt werden, wie der natürliche Lebensraum der Schildkrötenart ist. Die Haltung sollte immer an die natürlichen Lebensbedingungen (Vegetation, Luftfeuchtigkeit, Nahrungsangebot) angelehnt sein. Bei der Griechischen Landschildkröte stellt sich hier erstmal die Grundsatzfrage, ob sie überhaupt im Terrarium gehalten werden sollte. Viele Experten sind der Auffassung, die Schildkröte können nur im Freigehege artgerecht gehalten werden. Dies ist übrigens auch in unseren Breitengraden möglich. Das Hauptproblem in der Terrarien Haltung besteht darin, dass es schwer ist, in einem normalen Haushalt ein ausreichend großes Terrarium unterzubringen. Drei erwachsene Landschildkröten sollte ein Gehege von mindestens fünf Quadratmetern zur Verfügung stehen. Schildkröten wandern den ganzen Tag umher und da sie – im Gegensatz zu vielen anderen Reptilien -nicht klettern können, benötigen sie diese große Bodenfläche. Bei einer Haltung im Freigehege sollte dies abwechslungsreich gestaltet sein. Steine, große Äste oder Stämme, große Tonröhren und viele Pflanzen schaffen den Landschildkröten ein interessantes Zuhause. Im Freigehege können die Pflanzen natürlich eingepflanzt werden. Wichtig ist nur, dass keine giftigen Pflanzen im Gehege wachsen. Der Boden kann mit Gras bedeckt sein. Im Winter und bei lang anhaltenden Schlechtwetterperioden wird ein Schutz Haus benötigt. Dies kann z.B. aus einem Frühbeet bestehen oder aus Stein, Glas oder Holz selbst gebaut sein. Wichtig ist, dass dort lokale Temperaturen bis zu 35 Grad erzeuget werden können (Sonnen-Simulation). Zudem sollte es einen kühlen, möglichst erdigen Schlafplatz gegeben und idealerweise eine kleine Auslauffläche.

      Ernährung

      Europäische Landschildkröten sind von ihren Verdauungsorganen her reine Vegetarier. Sie verdauen ihr Futter ähnlich wie Kaninchen oder Meerschweinchen mit hochspezialisierten Darmbakterien und einzelligen Mikroorganismen.Der Aufschluss der Nahrung findet vorwiegend im Dickdarm und Blinddarm statt. Jegliche Fehlernährung bewirkt eine Störung diesen empfindlichen Systems. Die Nahrung sollte folgende Kriterien erfüllen

      • Eiweißarm
      • Kohlenhydratarm (Zucker- und Stärkearm)
      • Kalorienarm
      • Ballaststoffreich
      • Vitamin- und Mineralstoffreich
      • Calciumreich
      Unter einer solchen eher restriktiven Futterauswahl wachsen die Schildkröten optimal heran. Bei zu gehaltvoller Fütterung kommt es zu einem erhöhten Wachstum mit Folgen von Knochenbauproblemen (Fehlwachstum) und Herz- und Leberverfettung. Da die natürlichen Habitate der Schildkröten sehr kargund die Lebensbedingen hart sind sollte die Ernährung aus faser reichen, festen Futterpflanzen bestehen, auch werden die Hornscheiden des Kiefers sonst nicht genügend abgenutzt. Beachtet werden solle auch der Jahresrythmus, d.h. im Frühjahr (nach der Winterruhe) gehaltvoller als im Sommer, wo die Nahrung ballaststoffhaltiger werden sollte.