Natürliche Hühnerfütterung OHNE Legemehl

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    • Natürliche Hühnerfütterung OHNE Legemehl

      Und es geht doch!

      Ich halte Hühner, weil ich mich an schönen, gesunden Eiern aus dem eigenen Bestand erfreuen möchte.


      Unter dieser Prämisse ist es einfach nicht möglich mit gutem Gewissen Legemehl zu füttern. Auch nicht zu einem Drittel. Habt ihr mal die lange lange Liste an Zusatzstoffen gesehen, die auf einem Sack Legemehl vermerkt ist? Und man kann da wirklich alle möglichen herkömmlichen Sorten durchsehen, das tut sich alles nichts.

      Und ganz ehrlich? Soll mein "Bio"-Ei aus dem Garten voll von synthetischen Zusatzstoffen sein? - NEIN!


      Auch wenn mir tatsächlich kein Mensch begründen konnte, warum ein Huhn ohne Legemehl keine Eier legen kann, hab ich mir gedacht, dass es irgendwie gehen muss, schließlich kann es einfach nicht an den tausenden Zusatzstoffen liegen, die in dem Sack enthalten sind. DAS war nämlich auch der Grund, warum ich KEIN Legemehl füttern wollte.
      Wenn überhaupt, wurde mir gesagt, dass das im Legemehl enthaltene Kalzium wichtig für die Schalenfestigkeit wäre.


      Bei meiner Recherche stieß ich nach viel zu langer Zeit endlich auf das eigentlich logische Ergebnis: Das Huhn braucht Eiweiß, um ein Ei zu produzieren. Hätte man auch selbst drauf kommen können. Und warum denken alle nur an Kalzium?


      Nun bekommen die braven Legehennen, die unter ausschließlicher Körner- und Grünzeugfütterung das Legen komplett eingestellt hatten, ihre reinen und zusatzstofffreien Körner, dazu Sojaschrot (hier kann durchaus darauf geachtet werden, dass es GMO-Frei ist), Sonnenblumenkerne und MicroMineral (für den Nährstoffausgleich und eine Versorgung mit Kalzium). Außerdem natürlich weiterhin auch mal Karotten, Brokkoli, Grünes und was sonst noch so übrig ist. Zerstoßene Eierschalen sind ein toller Kalziumlieferant.

      Auch ein gutes Öl bekommen Sie zuweilen untergemischt, denn tolle Fettsäuren kommen auch im Eigelb an.


      Also, frei nach dem Motto "was du vorne reinsteckst, kommt auch hinten wieder raus", ernähre dein Huhn natürlich, dann klappts auch mit dem wunderbaren, gesunden Ei aus dem eigenen Garten.


      Als Alternative zum Sojaschrot sind durchaus auch Mehlwürmer möglich. Sie haben den gleichen Proteingehalt, wie die Sojavariante und sorgen sicher allgemein auf dem Speiseplan für eine nette Abwechslung. Es gibt sie im Eimer getrocknet zu kaufen, aber auch lebendig.

      Wenn ich den Informationen aus dem Netz richtig folgen konnte, scheint auch ein Mehlwurmzucht nicht allzu aufwendig zu sein.

      Sojaschrot oder Mehlwürmer sollten ca. 20 g pro Huhn pro Tag zusätzlich zur normalen Futteration (je nach Huhn ca. 120 g - 160 g) gegeben werden.


      Aber da langsam Frühling wird und damit auch die Würmer und Käfer wieder hervorkommen, kann das liebe Federvieh bald wieder auf die Jagd nach dem ein oder anderen Leckerbissen gehen.


      Ach, das Ergebnis?

      Bereits eine Woche nach der Futterumstellung kam das erste Ei. Kurz danach waren es zwei. :thumbsup:
      *<3spazieren*
    • Kleines Update:
      Tatsächlich liefern mir meine Hühner seit ca. 3 Wochen täglich 7-8 Eier. Der Bestand beläuft sich auf 10 Hühner einer Rasse, die nicht gerade fürs Eierlegen bekannt ist. Sie legen generell deutlich weniger Eier als ein Hochleistungshuhn. Dazu kommt, 6 der Hühner sind bereits 2 Jahre alt, eins 1 Jahr, 3 sind ca. 7 Monate.
      So wie es aussieht, scheint die natürliche Fütterung sehr gut anzukommen. :) Die 3 jüngeren legen noch sehr kleine Eier, aber auch das wird sich in die richtige Richtung entwickeln.
      *<3spazieren*