Wurmkur- Fluch oder Segen?

    • Wurmkur- Fluch oder Segen?

      Ein viertel Jahr ist schon wieder um und beim Großeinkauf für die Familie huscht man eben mal schnell in die Tierarztpraxis um die anscheinend fällige Wurmkur zu besorgen.
      Nur rein vorsorglich, da einen sonst das schlechte Gewissen plagt. Möchte man doch alles für seinen felligen Liebling tun. Nun sind Wurmkuren aber keine Leckerlies, die man nebenbei einfach so dem Pferd gibt. Es sind Arzneimittel und sollten auch als solche behandelt werden.

      Zumal in vielen Beipackzetteln deutlich zu lesen ist, dass so eine Wurmkur nur bei einem wirklich vorliegenden Wurmbefall zu benutzen ist!
      Auch die Nebenwirkungen sind dort deutlich beschrieben. Von Verdauungsstörungen über kolikartige , bis hin zu neurologischen Erscheinungen ist einiges zu finden.


      Da bei Pferden – wie bei einigen Pflanzenfressern – ein gewisser Wurmstatus nicht als pathologisch anzusehen ist, geht man mittlerweile zu einem gezielten Wurbefallmanagement über.
      Selbst Tierärzte praktizieren hier schon die gezielte selektive Entwurmung, bei der erst ab einer gewissen Anzahl von Wurmeiern in untersuchten Kotproben entwurmt wird und nicht nach einem starren Zeitplan.


      Chemische Wurmkuren sind eine Belastung für den gesamten Körper und ein Eingriff in das Immunsystem, sowie den Stoffwechsel.

      Besondere Aufmerksamkeit sollte im Anschluss der Gabe auch dem Darm gelten – die Darmflora wird häufig durch chemische Wurmkuren nachhaltig gestört, die Besiedlung der Darmflora stark dezimiert.

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