10 Fragen und Antworten zu Durchfall und Erbrechen beim Hund

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    • 10 Fragen und Antworten zu Durchfall und Erbrechen beim Hund

      Gesunder Appetit, glänzendes Fell und strahlende Augen sind ein Zeichen dafür, dass sich der Hund rundum wohlfühlt. Doch wohl jedem Vierbeiner hat auch schon mal ein Durchfall ereilt. Manche Beschwerden bessern sich innerhalb von Tagen, andere scheinen immer wieder zurückzukommen.

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      1) Dem Hund kann schnell einmal etwas auf dem Magen schlagen. Wo liegen die häufigsten Ursachen für Durchfall, Erbrechen oder wenig Appetit?
      Diese Symptome können vielfältige Ursachen haben. Angefangen bei Durchfall kann es sich einerseits um eine ganz „normale“ Entgiftungsreaktion handeln, die durch die Aufnahme ungeeigneter Nahrung bedingt sein kann. Allerdings können Durchfälle auch Zeichen einer Stoffwechselstörung wie beispielsweise einer Bauchspeicheldrüsenentzündung sein oder auf Parasitenbefall oder ein Ungleichgewicht der Darmflora hinweisen.
      Ähnlich verhält es sich mit dem Erbrechen. Auslöser können schlechtes Futter, eine Magenschleimhautentzündung oder schwere Stoffwechselstörungen sein.
      Der Appetit ist bei Hunden - wie auch bei uns – stark vom angebotenen Futter abhängig. Wobei es bekanntermaßen starke rassespezifische Unterschiede gibt, nimmt man beispielsweise den Labrador und als „Gegenspieler“ den Whippet, ist keine weitere Erklärung nötig

      2) Was sind die Erste-Hilfe-Maßnahmen? Geht das auch bei Welpen?
      Als erstes ist Nahrungskarenz für 24 Stunden angezeigt, damit der Verdauungstrakt zur Ruhe kommen kann. Wasser oder auch zusätzlich schwarzer Tee mit einer Prise Salz und wenig Traubenzucker kann zusätzlich angeboten werden.
      Am darauffolgenden Tag kann mit kleineren, leichtverträglichen Mahlzeiten wieder angefüttert werden. Bei Hunden die häufiger zu Erbrechen oder auch zu Durchfall neigen kann mit Ergänzungsfuttermitteln wie beispielsweise unserem Magenschutz in vielen Fällen für Entspannung gesorgt werden.
      Bei Welpen ist es wie auch bei kleinen Kindern enorm wichtig auf eine ausreichende Zufuhr von Flüssigkeit zu achten.


      3) Warum wirken sie? Und wie geht’s nach der ersten Hilfe weiter?
      Die Nahrungskarenz sorgt für Ruhe im Verdauungstrakt. Der Organismus kann sich auf seine „Selbstheilung“ konzentrieren ohne mit der „Nahrungsverarbeitung“ belastet zu sein.
      Ergänzungsfuttermittel wie beispielsweise der Magenschutz können zu einer Bindung von zu viel Magensäure beitragen. Zusätzlich wird die Schleimschicht durch enthaltene Pektine und Leinsamen geschützt und in Ihrer Selbstheilung unterstützt. Der Torf mit seinem hohen Gehalt an Huminsäuren kann einer Übersäuerung des Organismus entgegenwirken. Die fütterungsbedingte Übersäuerung des Organismus kann bekanntermaßen eine Vielzahl von Fehlfunktionen im Organismus unterhalten.
      Zusätzlich werden Gifte im Magen-Darmtrakt gebunden und gelangen so nicht mehr in den Organismus, sondern werden ausgeschieden.
      Aber nicht nur der Magenschutz kann bei Erbrechen, Durchfall und Appetitlosigkeit hervorragend unterstützen. Handelt es sich bei einer Durchfallneigung beispielsweise um einen Parasitenbefall, kann über eine Milieuveränderung des Darms die Darmgesundheit positiv beeinflusst werden. Inhaltsstoffe unserer cdProtect-Reihe sind am Beispiel der Nahrungsaufnahme in der Natur bei vorliegendem Parasitenbefall zusammengestellt. Gerbstoffe, Saponine und Bitterstoffe tragen zu einer Milieuveränderung im Darm bei, die einen übermäßigen Wurmbesatz vermeiden können.


      4) Manchmal scheint es, als ob die Beschwerden von Hunden und Kindern mit ähnlichen „Hausmitteln“ in den Griff zu bekommen sind. Stichwort: Karotten. Ist das so? Wie wirken Karotten-Präparate?
      Karotten können über bestimmte Zuckermoleküle, sogenannten Oligosaccharide, einige durchfallauslösende Stoffe binden und „nach draußen befördern“. Diese Zuckermoleküle bilden sich erst nach langem Kochen der Möhren, denen bestenfalls auch etwas Salz und Zucker zum Elektrolytausgleich und zur Energieversorgung beigegeben werden. Auch hier gilt, wie bei unseren Ergänzungsfuttermitteln, die Natur weiß den Weg!

      5) Wann sollte man zum Tierarzt?
      Liegt extremer langanhaltender Durchfall oder auch stetiges Erbrechen vor, sollte ein Tierarztbesuch in Betracht gezogen werden. Kommt es zusätzlich zur Apathie oder zu Schmerzäußerungen ist dieser Besuch selbstverständlich unumgänglich.


      6) Spätestens seit dem Millionen-Seller „Darm mit Charme“ wächst das Bewusstsein über den faszinierenden Mikrokosmos, der im Darm vorhanden ist. Ist der Hund gesund, befindet sich die Darmflora im Gleichgewicht. Kann man das so sagen?
      Auf jeden Fall! Im Darm befindet sich der weitaus größte Teil des Immunsystems. Fast 80% aller Immunzellen befinden sich dort, halten krankmachende Mikroorganismen in Schach und hindern diese daran sich übermäßig zu vermehren. Auf diese Weise findet ein dauerhaftes Training des Immunsystems statt. Die guten Mikroorganismen im Darm informieren die Immunzellen im Darm zudem über krankmachende Eindringlinge, die Gegenwehr wird sofort eingeleitet.
      Das Immunsystem ist also sehr stark abhängig von einer guten Mikroflora im Darm.
      Aber nicht nur diese Aufgaben unterliegen den guten Mikroorganismen. Zusätzlich sorgen sie für einen vollständigen Aufschluss der Nahrung und transportieren Vitamine, Mineralstoffe und andere Nährstoffe durch die Darmwände. Mikroorganismen produzieren lebensnotwendige Nährstoffe, ohne sie käme es zu einem Vital- und Nährstoffmangel. Nicht einmal die Darmperistaltik, also der Transport der Nahrung, wäre ohne diese kleinen Helferlein gegeben. Daraus ergibt sich wie abhängig der Organismus von einer gut aufgestellten Darmflora ist.

      7) Wie kommt die Darmflora aus dem Gleichgewicht?
      Die Darmflora richtet sich nach der Ernährung aus. Frei nach „Du bist was Du (fr)isst“ ist eine artgerechte, ausgewogene Ernährung enorm wichtig. Eine Fütterung mit unnatürlichen Stoffen wie beispielsweise synthetischen Vitaminen kann zu zahlreichen Problemen führen. Die im Darm befindliche Schaltstelle, die natürliche Stoffe nur „aufknackt“, wenn sie benötigt werden, erkennt diese Stoffe oftmals nicht. Es kann zu einer Über- oder auch Unterversorgung von benötigten Nährstoffen kommen, die zu schweren Stoffwechselstörungen führen können.
      Aber auch die Gabe von Antibiotika oder chemischen Wurmkuren zerstört die Darmflora. Sie töten sowohl die schlechten als auch die guten Mikroorganismen. Es kommt zu einem Ungleichgewicht der Darmflora mit weitreichenden Folgen.

      8) Was kann man tun, um das Gleichgewicht zu fördern?
      Eine Darmsanierung kann die Darmflora bei der Selbstheilung hervorragend unterstützen. Erfahrungsgemäß sollte der Darm im ersten Schritt „gereinigt“ werden. Oftmals kommt es nach erfolgter Antibiose zu einer Vermehrung von Pilzen im Darm. Diese können durch eine Milieuveränderung und das Einbringen von Stoffen, die den Pilzen die Nahrungsgrundlage nehmen, reguliert werden. Im zweiten Schritt werden dem Darm über fermentierte Kräuter Inhaltsstoffe angeboten, die die gesunden Mikroorganismen unterstützen und sie zur Vermehrung anregen. Der Darm kann seinen Aufgaben wieder nachkommen.

      9) Ist damit auch das Thema „Kotfressen“ erledigt?
      Man hört ja immer wieder, dass Hunde Kot fressen, weil ihnen Nährstoffe fehlen.
      Das Kotfressen ist in den meisten Fällen Ausdruck einer Fehlbesiedlung des Darms oder auch ein Mangel an wichtigen Nährstoffen. Der Hund versucht durch die Aufnahme von Kot, der die ihm fehlenden Mikroorganismen enthält, seine Darmflora zu ergänzen.
      Aber auch eine Unterversorgung mit Mikronährstoffen kann zur Koprophagie führen. Mit breit aufgestellten natürlichen Mineral-, Spurenelement und Vitamingebern wie beispielsweise unserem HuminoMineral kann die Ernährung hervorragend unterstützt werden. Da cdVet ohne Lock-, Aroma- und Füllstoffe arbeitet ist die zu fütternde Menge sehr gering. Aufgrund der rein natürlichen Inhaltsstoffe kann der Organismus entscheiden, was er benötigt. Es werden lediglich die benötigte Micronährstoffe aufgenommen.

      10) Unterscheidet sich Durchfall bei sehr jungen und sehr alten Hunden eigentlich bezüglich ihrer häufigsten Ursache?
      Wie Kinder im Humanbereich haben auch junge Hunde häufig eine noch nicht ausreichend gut trainierte Darmflora, die sich erst nach und nach aufbaut. Die häufig praktizierte vielfache Gabe von chemischen Wurmkuren kann den Aufbau einer gesunden Darmflora immer wieder unterbrechen. Die Folge kann immer wieder auftretender Durchfall sein.
      Bei älteren Hunden kann es sich sowohl um ein Ungleichgewicht der Darmflora als auch um Stoffwechselstörungen oder um Überlastung der Hauptstoffwechselorgane Leber und Nieren handeln. Letzteres mag erst einmal irritieren. Allerdings bringt die „Aufgabenverteilung“ der Körperorgane etwas Licht ins Dunkel. Kommt die Leber nicht mehr Ihren Aufgaben des Auf- und Umbaus und der Entgiftung nach, sucht sie sich andere Wege, um Giftstoffe aus dem Organismus zu bekommen. Das kann die Haut sein, die immer wieder zu Rötungen und Juckreiz neigt, das kann aber auch die Schleimhaut, in diesem Fall die Darmschleimhaut sein.
      Über eine leberunterstützende Fütterung, die das Hauptentgiftungsorgan stärkt, kann eine Regulation erfolgen und die Ausscheidung von Giftstoffen über die Nieren gefördert werden. Der Organismus wird in die Lage versetzt durch die Eigenregulation seine Selbstheilung anzukurbeln.
      Fazit:
      Durchfall und Erbrechen bei Ihren Hunden macht viele Hundebesitzer verständlicherweise nervös. Bei der eigenen Verdauung sind sie meistens sogar weniger ängstlich. Ohne den Einsatz von Antibiotika und Co. in Frage stellen zu wollen, stellt die Natur uns eine Vielzahl an Kräutern, Pflanzen, Harzen oder Spezialerden etc. zur Verfügung, die neben einer naturbelassenen, artgerechten Ernährung zur Regulierung beitragen und die Gesunderhaltung sehr gut unterstützen können.